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lädt Sie ein zu einem Spaziergang in Ihrem Urlaub, zu einer Rundreise im Gebirge, wo wir gemeinsam Klöster, Höhlen, Wasserfälle und viele schöne Orte besuchen können.

 

Einige Informationen über:

 

Peştera Muierilor / Die Weiberhöhle

 

Unter den Tausenden von Höhlen der Karpaten, gibt es nur wenige, die auf eine an Geschehen so reiche Vergangenheit zurück blicken können, wie es bei der Peştera Muierilor bei Baia de Fier der Fall ist.

Die Weiberhöhle war eine natürliche Festung, ein Widerstandsort für die Bewohner der benachbarten Gegenden im Laufe ihrer bewegten Geschichte, da sie sich in einer wilden Landschaft befindet und mehrere Eingänge hat, von denen einer einen ausgezeichneten Beobachtungspunkt über die südliche Ebene bietet und ein anderer sich gegen die dichten Wälder des Parâgul-Gebirges öffnet.

Die Elektrifizierung, die in den Jahren 1963 und 1978 durchgeführt wurde, hat die Höhle in den bekanntesten und meistbesuchten speläologischen Anziehungspunkt Rumäniens verwandelt, obwohl Peştera Muierilor, was Ausmaß (Länge von über 3500 Meter), Schönheit und Qualität der Ausstattung anbelangt, von anderen Höhlen übertroffen wird; sie bleibt weiterhin der Renner im rumänischen Speläo-Tourismus und hat jährlich Zehntausende Besucher.

In der Nähe befinden sich auch andere, kleinere Höhlen, die aber einen höheren Grad der Verkarstung aufweisen, wie beispielsweise Peştera Corbului, Peştera Pârcălabului und , Peştera Iedului, die auch unter dem Namen die Höhlen von Baia de Fier bekannt sind.

Es scheint, dass die ersten schriftlichen Informationen über Peştera Muierilor aus dem Jahre 1870 stammen, als der Archäologe Al. Odobescu sie in einem archäologischen Fragebogen erwähnt hat. Seither, in einer Zeitspanne von über 100 Jahren der Forschung, wurden viele wissenschaftliche und dokumentarische Informationen gesammelt, die wertvolle archäologische, paläontologische, geomorphologische, biospeläologische und mineralogische Entdeckungen beweisen.

Diese stellen über 95% der Gesamtlänge von 3566 m der Höhlengalerien dar. Aus praktischen Gründen und der übereinander gelegenen Galerien, nennen wir sie oberes und unteres Stockwerk. Die allgemeine Nord-Ost-Ausrichtung des ganzen Galeriensystems ist den Spalten zu verdanken, die es erlaubten, dass das Wasser des Galbenul-Flusses durch die Felsen dringen und diese Galerien bilden konnte. In die Peştera Muierilor kann man durch drei Stellen ins Innere gelangen, denn die Höhle hat eine Öffnung im Norden, eine im Osten und eine im Süden. Die letzten zwei Eingänge stellen einen Ort dar, wo das Wasser des ehemaligen unterirdischen Flusses, das gewöhnlich am nördlichen Abhang floss, zum Leben zurückkehrt. Heute hat der Galbenul-Fluss keinen unterirdischen Weg mehr und der Verkarstungsprozess wird durch Regen- und Schneewasser fortgesetzt.

Wenn man die Höhle von der Nordseite betritt, entdeckt man nach 130 m einen Stalagmit in Form einer Kuppel, zu dessen linker Seite sich der Saal des Altars befindet, der reich ist an Konzentrationen, die Decke dieses Raumes endet in einer Verbindungsöffnung bei einer Höhe von 17 m. In der gleichen Richtung gelangt man in eine Galerie mit zahlreichen Steinen, die zum östlichen Eingang der Höhle führt, als Poarta Altarului (Altar-Pforte) bekannt, der den steilen Abhang der Galbenul-Klamm darstellt. Die Hauptgalerie, die Elektrifizierte Galerie genannt, wird immer beeindruckender, wenn man weiter nach Süden geht, und das deshalb, weil man viele Konkretionen der Decke sehen kann, wie auch Becken, manchmal mit Wasser angefüllt, die man die Kleinen Becken und die weiten Becken nennt. 270 m weiter befindet sich der Eingang in den Türkensaal, einer der schönsten Räume im oberen Stockwerk. Man kann riesige Stalagmite sehen, Dome, Konkretionen an den Wänden und Decken; einige Formen haben selbst Bezeichnungen wie der Weihnachtsmann, der Türke, die Gemahlin des Türken usw.

Wenn man durch einen engen Korridor über eine Schwelle geht und eine Metallleiter hinauf steigt, kommt man in den sogenannten Saal der Wunder, der so heißt, weil es hier viele kleine Becken gibt, viele Stalagmiten und Stalaktiten in Kerzenform, Formen, die praktisch den ganzen Raum schmücken. Zurück zur Hauptgalerie kann man durch das Kleine Tor gehen, ein Stück, wo Wände und Decke sehr eng beianander sind, einen kleinen Durchgang bildend, durch den man in den Guano-Saal gelangt. In der östlichen Wand sind eine Reihe von Galerien, die einen richtigen Zufluchtsort für die Fauna der Höhle bieten, da dieser Ort für Touristen weniger zugänglich und noch nicht elektrifiziert ist.

Vom Guano-Saal sind es nur noch 40 m bis zum Ausgang der Höhle. Verlässt man die Höhle durch das im Süden gelegene Tor, sieht man den Abhang, der in eine terrassenförmige Wiese übergeht.

Die untere Etage, die durch Ablagerungen in zwei Bereiche geteilt ist, ist vom wissenshaftlichen Gesichtspunkt sehr interessant. Aus diesem Grund wurde Peştera Muierilor 1955 zum speläologischen Reservat und ein Denkmal des Naturreservats.

Der nördliche Bereich besteht aus einem Netzwerk von Labyrinthen mit einer Länge von 1650 m. Den Eingang bildet eine enge Galerie, die sich gegen die westliche Seite der oberen Etage öffnet, in einer Entfernung von ungefähr 30 m vom nördlichen Eingang enfernt. Wenn man auf einer Strecke von circa 2 m kriecht, kommt man in einen sehr kleinen Raum, in dem es eine Öffnung gibt, die eine Verbindung mit dem Saal des Elektrikers darstellt.

Es ist schwer diesen Teil der Höhle zu beschreiben, weil es hier viele kreuzförmige Verbindungen zwischen den Galerien gibt. Trotzdem kann man annehmen, dass der Saal des Elektrikers den wichtigsten Raum im westlichen Teil darstellt und die Galerie der Becken und die des Exzentrikers die bedeutendsten Räumlichkeiten im östlichen Teil sind. Sie kennzeichnen sich durch einen hohen Grad der Ablagerungen, durch das Vorhandensein einiger Löcher mit unterschiedlicher Tiefe, die zwischen 10 und 15 m schwankt, sowie durch eine außergewöhnliche Vielfalt von Konkretionen. Diese erreichen ihren Höhepunkt im Roten Saal des Lichtes, wo es ein seltenes Mineral aus Phosphor-Calciumcarbonat gibt, das alle bekannten Formen des Calciums annimmt: Stalagmiten, Stalaktiten, Wellen, Konkretionen der Wände und im Boden etc.Die Bären-Galerie erhielt ihren Namen von den zahlreichen Skeletten der fossilen Säugetiere aus dem Quaternär, die vor allem Höhlenbären waren. Die große Vielfalt und die zahlreichen Calciumkonrektionen in dieser Galerie können nicht so schnell vergessen werden. Die Wände sind mit Hieroglyphen, Leopardenfellen, Deckenbalken und Löffeln geschmückt.

Der Perlensaal hat eine niedrige Decke,- an manchen Stellen beträgt die Höhe weniger als 1m- und gleich beim Eingang sieht man einen herrlichen steinernen Vorhang, der unter dem Namen Brautschleier bekannt ist. Der Fußboden hat die Form eines Mosaiks, wegen der zahlreichen Kristalle und Höhlenperlen.

Wählt man die Variante, nicht auf der Metallleiter hinabzusteigen, die in den südlichen Bereich führt, könnte man nach links gehen über eine 2,5 m Schwelle und würde in den sogenannten Moustérien -Saal gelangen. Das ist die Stelle, an der die Archäologen Beweise gefunden haben dafür, dass die Höhle im  Mittelpaläolithikum und Paläolithikum von Menschen bewohnt war.

 

Sagen

Die Bezeichnung Peştera Muierilor findet ihren Ursprung in zwei Sagen:

 Die erste Sage erzählt, dass in geschichtlicher Vergangenheit, als die kampftüchtigen Männer wegzogen, ihr Land zu verteidigen, gegen die von irgendwo herkommenden Eroberer, die Frauen schnell die Kinder und die Alten ergriffen und sich in der damals nur ihnen bekannten Höhle versteckten; dort blieben sie , bis das Unheil vorüber war.

 Die zweite Version behauptet, dass die Bezeichnung von der Tatsache kommt, dass die Frauen an heißen Dürretagen des Sommers sich an den Höhleneingang setzten, wo ihnen die aus dem Höhleninneren strömende Luft das Spinnen erleichterte. Manche meinen auch, dass die Frauen sogar in das Innere der Höhle einzudringen pflegten und Lein und Flachs in den Wasserstellen zum Weichen eintauchten.

 

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