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lädt Sie ein zu einem Spaziergang in Ihrem Urlaub, zu einer Rundreise im Gebirge, wo wir gemeinsam Klöster, Höhlen, Wasserfälle und viele schöne Orte besuchen können.

 

Einige Informationen über: 

 

Die Polovragi-Höhle

 

Die geheimnisvolle Höhle des Pahomie aus Polovragi

Die Polovragi-Höhle, die von dem alten Olteţ während der dauernden Jahrtausende in einem jurassischen Kalksteinweg im Süden der Căpăţânii-Berge geformt wurde, ist eine wahre touristische Attraktion aus den gesamten Besichtigungsmöglichkeiten im Norden des Ost-Gorj.

Von dem Polovragi-Kloster losziehend, das wie eine Barriere das Ende der Haupstraße aus der Ortschaft bewacht, wagen wir es die Klamm zu besteigen, anfangs entlang dem Polovragi Waldes. Der Wald ist wegen den essbaren Kastanien und der Mittelmeer-Vegetation zu einem Naturschutzgebiet erklärt worden. Wenn man aus dem Wald herauskommt, verkünden der steile Hang auf der rechten Seite – der Căpăţânii-Berg - und die Wache auf der linken Seite – der Parâng-Berg, den Eingang in die Olteţ-Klamm. Der Forstweg steigt sanft hinauf, parallel mit dem Olteţ-Fluss, der aus dem Abgrund seines Flussbettes die beiden verbrüderten Berge trennt und noch wahre Klämme mit vertikalen Wänden von insgesamt 3 km Länge gräbt.

Nach 200 – 300 Meter Aufstieg durch die Olteţ-Klamm öffnet sich auf der rechten Seite ein Tor von beeindruckender Größe, deren Einrichtung uns dazu verlockt, hineinzugehen. Wir erkennen den Namen wieder: derselbe Polovragi... Wir erfahren, dass die Einheimischen den Glauben bewahren, dass der spirituelle Führer der Geto-Daken,  Zamolxe, in der Polovragi-Höhle gelebt hätte. Auch hier haben die Quacksalber eine seltene Pflanze namens povragă, „polvragă“, oder „polovragă“ bearbeitet, die vom Volk als Mittel gegen Krankheiten verwendet wurde. Es ist möglich, dass die Bezeichnung der Ortschaft, der Höhle und des Klosters dakischer Abstammung ist, das selbst ein noch nicht entziffertes Kryptogramm über jegliche Vorstellung unserer Vorfahren beinhaltet. Diese Vorstellung bezieht sich auf ihren religiösen Glauben oder auf die medizinischen Anwendungen, die in ihrem Leben so verbreitet waren. Diese Sage ist auch von Alexandru Vlahuţă in „România Pitorească / Malerisches Rumänien” 1901 aufgezeichnet, in der der Schutzgott Zamolxe beschrieben ist, der das Volk zum Kampf für die Verteidigung des Vaterlandes gegen die Eindringlinge auffordert und „die Tropfen, die herabrieseln und auch heute noch aus den Felsen tropfen sind seine Tränen”, die das Schicksal des von den Römern eroberten dakischen Volkes beweinen.

Tatsächlich ist es eine warme und nasse Höhle (stetige Temperatur von 9 Grad und durchschnittliche Luftfeuchtigkeit – 90%), die mit Tropfen aus Sickerungen “weint”, - reiches Wasser an Calciumcarbonat, oder an Siliciumdioxid, Eisenoxid, usw., je nach den Schichten, die es durchquert, “wäscht” es diese und bringt sie mit großer Geduld in seiner eigenen Ausgrabung. Abhängig von den Verunreinigungen, die das Wasser in die Hauptgalerie transportiert, verändert es seine Farbe flussabwärts bis flussaufwärts auf Abschnitten, die im Laufe der Zeit Bezeichnungen wie: das blutige Gewölbe, der weiße Raum, der göttliche Saal erhalten haben.

Die 800 Meter Galerie, die man besuchen kann (von den über 10 km, die von Höhlenkundlern kartiert wurden, von flussaufwärts nach flussabwärts) ist die große Mündung und das touristische Tor ist flussabwärts. Das erklärt die beeindruckende Größe des Eingangs und gleichzeitig die Notwendigkeit die Besichtigung, ab dem für die Öffentlichkeit unzugänglichen Teil zu unterbrechen. Der erste Sektor der Galerie (ungefähr 400 m von dem Eingang entfernt) ist emotional geladen, weil sie wegen ihrem zugänglichsten Teil, in Laufe der Zeit ein Zufluchtsort für die Einheimischen war: Daken, Quacksalber, Mönche, die jeder wenigstens mit einem unterschiedlichen Symbol gekennzeichnet war. Somit entspricht Zamolxes Stuhl an der Oberfläche, nach cca. 350 Meter Felsendeckel, der ehemaligen Burg „Cetăţuia”, die riesige Wurzel der verschwundenen Pflanze, den Brennofen für die Pflanze polvraga, die verschwunden ist, die jedoch weiterhin als versteinerter Beweis besteht, entspricht die riesige Wurzel der Pflanze an der Höhlendecke. Der Platz der Mönchenaskese (1505-1968) ist von einem Gemälde gekennzeichnet, das von einem Mönch mit der Technik Rauchschwarz gemacht wurde und den Tod symbolisiert. Die geschichtliche Chronologie endet mit der Hoffnungsquelle, ein Becken das niemals austrocknet. Von dahinter sieht uns die Mutter Gottes mit ihrem Kind im Arm an, vielleicht die aus dem benachbarten Kloster, die der „Mariä Himmelfahrt“ geweiht ist.

Angefangen mit dem zweiten Sektor, der Ogivensektor, der sich zwischen dem Säulenkorridor und dem Erstickenden Korridor befindet, beginnt die Höhle aus geomorphologischem Gesichtspunkt immer interessanter zu werden: Eiszapfenspitzen, Stalaktiten, Zwischenspalten, Kuppeln, Stalagmitengruppen, tiefe Becken, parietale Lehmausflüsse , Höhlenocker, usw., einige der Formen haben Dank ihrer Außergewöhnlivhkeit spezielle Bezeichnungen erhalten.

Die Höhle beherbergt eine Winterschlafkolonie von ungefähr 300 Höhlenfledermäusen (Microchiroptera), der Art Rynophus, genannt auch Hufeisennase, dank der Hufeisenform der Falte, die ihre Nase umgibt.

Die Fledermäuse brauchen keine Augen um Mücken zu jagen, mit denen sie sich enähren. Diese senden unzählige „Schreie” aus, die für das menschliche Ohr nicht hörbar sind. Für die Orientierung verwenden sie Ultraschall, der von der Vibration der Stimmbänder erzeugt werden. Durch seine Struktur ähnelt der Kehlkopf einer Flöte. Dadurch, dass die aus der Lunge ausgestoßene Luft durch den Kehlkopf mit großer Geschwindigkeit ausgeschieden wird, entsteht ein Zischen mit einer Frequenz von 30.000 – 150.000 Hz, das von dem menschlichen Ohr nicht wahrgenommen wird. Der Luftdruck, der den Kehlkopf einer Fledermaus durchquehrt, ist zweimal größer als der einer Dampflokomotive, was für ein so kleines Tier eine hervorragende Leistung ist. In dem Kehlkopf des Tieres entstehen 5 – 200 hochfrequente Schwingungen, die jede nicht mehr als 2-5 Tausendstel Sekunden dauern. So kehren bei einem Hindernis aus einer Entfernung von 17 Metern die ausgestrahlten Geräusche zur Fledermaus in cca. 0,1 Sekunden zurück. Ist die Dauer des akustischen Signals länger als 0,1 Sekunden, wird das Echo, das Hindernissen reflektiert wird, die näher sind als 17 Meter, von der Fledermaus gleichzeitig mit dem Geräusch aufgenommen, das dadurch entstanden ist. Also schätzt die Fledermaus anhand der Zeitspanne, die das Ende des von den ersten Geräuschen ausgestrahlten Signals von dem Echo trennt, die Entfernung ein, die sie von dem Objekt trennt das den Ultraschall reflektiert hat.

Alle Fledermäuse aus der Kategorie Microchiroptera (kleine Fledermäuse) haben verschiedene Modelle von Ultraschallradaren, die in drei Kategorien eingeteilt werden können: murmelnde, skandierende und scharfe Ultraschallradare. Fledermäuse, die skandieren, sind Rynolophidae oder Hufeisennasen, und sind häufig im Kaukasus und in Zentralasien anzutreffen, jedoch auch in unserer Höhle. Dieses Hufeisen ist ein Lautsprecher, der die Schallwellen in einem gerichteten Strahl einfängt. Die Fledermäuse hängen kopfüber an der Höhlendecke und erkunden die Umgebung mit Hilfe des Schallstrahls indem sie sich kreisförmig drehen. Dieser lebendige Detektor bleibt mit seinen zehn Krallen von seinen beiden Füßchen hängen bis eine Insekte in seine Schallweite dringt. Dann springt die Fledermaus um ihre Beute zu fangen. Sie ist dazu fähig 10-15 Insekten pro Minute zu erbeuten.

Wenn während der Mutterschaft die Fledermäuse mit einer beneidenswerten Diskretion ihr Recht auf Leben verteidigen können, indem sie sich in für das Menschenauge unerreichbare Korridore hineinschleichen um in Ruhe ihre Jünglinge zu stillen, sind sie während des Winterschlafs viel augesetzter, weil die Fledermäuse eine breite Decke der zugänglichen Galerie brauchen um die Kolonie in eine große Traube zu gruppieren. Glauben Sie nicht, dass wir mehr als gefühllos wären, wenn wir ihren Winterschlaf stören würden?

Die Leistungen der Hufeisennasen während der Jagdsaison können im Juli-September in der Polovragi-Höhle bewundert werden. Diese ist leicht zu finden indem man 600-700 Meter von dem Polovragi- Kloster aufsteigt.

 

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